Vergangenes
Die Anfänge
Nach dem Neubau einer Dreifeld-Sporthalle im Jahr 1976 blühte die traditionell starke Turnabteilung vergangener Zeiten neu auf. Unter der Leitung von Hans-Josef Springub bildete sich eine Gruppe von Kunstturnern, die aber schon bald das Trampolin zu ihrem Lieblingsgerät erkor. Es blieb nicht aus, dass diese Gruppe bald an Wettkämpfen teilnahm. Bei den Bezirksmeisterschaften 1978 in Nordhorn nahmen bereits 16 Aktive vom TuS teil und konnten wichtige Erfahrungen sammeln. 1979 richtete der TuS das erste Mal eine Trampolinveranstaltung aus. Die Bezirksmeisterschaft in Aschendorf zeigte, dass der Anschluss an die Spitzenvereine in Weser-Ems geschafft war. Zu den "Stars der ersten Stunde" gehörten Miranda Lüppens, Frank Berenzen, Wolfgang Wübben, Manfred Kramer, Hubert Peus, ... .
Die 80er Jahre
Gleich 1980 gab es die ersten Bezirksmeister aus Aschendorf. Dies waren Hubert Peus und Thomas Schumacher (punktgleich). Noch im selben Jahr fielen wir positiv bei Landesmeisterschaften auf und man richtete einen Talentförderstützpunkt Trampolin in Aschendorf ein. Auch die erste Landesmeisterschaft richtete man schon 1980 aus. Ein Jahr später wurde dem TuS sogar eine Deutsche Meisterschaft anvertraut. Erstmals fand sich die absolute Trampolin-Elite im Emsland ein. 1982 hatten Aschendorfer Premiere auf dem Treppchen bei Landesmeisterschaft: Bronze für die Schülermannschaft in Emmerthal und für Friedrich Springub am Doppel-Mini sowie mit seinem Bruder Thomas im Synchron auf Norderney. Im Jahr danach dann die erste Teilnahme an Deutschen Meisterschaften. Bei den Mannschaftsmeisterschaften in Rheine schafften Kruse/Springub/Kuhl/Koop die Sensation und ersprangen auf Anhieb die Bronzemedaille. 1984 kam die erste Teilnahme bei Deutschen Einzelmeisterschaften und mit den Plätzen 2, 4, und 7 machte man hier (Peine/ Vöhrum) gehörig auf sich aufmerksam. Der erste Deutsche Meistertitel war nur noch eine Frage der Zeit und gelang dann auch 1985 im Mannschaftswettbewerb der Schüler. Im gleichen Jahr richtete der TuS seinen ersten Länderkampf aus. Mit Deutschland, der UdSSR und Polen maßen sich hier die weltbesten Trampolinturner/innen.
Das Fernsehen berichtete nicht nur über diesen Wettkampf, sondern machte später auch einen Bericht über unsere Abteilung und wir waren zu Gast in der Sendung "Startschuß". In den nächsten Jahren folgten weitere Deutsche Meistertitel in verschiedenen Disziplinen (siehe hier und hier). Bereits 1987 gab es den nächsten Länderkampf in Aschendorf. Zuvor, 1986, fuhren Mockel, Ute und Thomas Springub erstmals zu den World Age Grroup Games nach Frankreich/ Moulins. Völlig unerwartet gewann Ute mit ihrer Partnerin Stefanie Werner (Hamburg) in der Klasse U10 die Goldmedaille, während Thomas zweimal Silber (Doppel-Mini und Synchron) holte. Auch 1988 nahmen die beiden wieder an diesen "Jugendweltmeisterschaften" teil, reisten nach Lubbock/ Texas und errangen drei Silbermedaillen.
Diese ganzen Erfolge verhalfen dem Trampolinsport in Aschendorf zu einem super Boom. Teilweise tummelten sich bis zu 80 Springer/innen in den Gruppen des TuS. Besonders wichtig war daher auch die "Anfängergruppe", die viele, viele Jahre von Annemarie Springub geleitet wurde. Während Mockel Springub nun gar Lehrwart im NTB war, stiegen die ersten ehemaligen Aktiven als Übungsleiter ein. Rita Poll (Springub) und Ursula Krallmann (Albers) machten in Melle die "F-Lizenz" (heute Trainer C) und gründeten eine neue Nachwuchsgruppe.
Die 90er
Die Erfolge hielten weiter an. Vor allem Ute Springub errang Meistertitel um Meistertitel und war auch die erste, die an Europa- und Weltmeisterschaften der Erwachsenen teilnahm, mit Erfolg (z.B. Eropameisterin mit der Mannschaft am Doppel-Mini 1993). 1995 und 1996 nahmen Ute und Thomas dann nochmals gemeinsam an den internationalen Titelkämpfen in Antibes/ Frankreich (EM) und Vancouver/ Kanada (WM) teil und kehrten auch hier mit Medaillen zurück. ´95 fand mit den Einzelmeisterschaften für Jugend A und Erwachsene die fünfte und vorerst letzte Deutsche Meisterschaft in Aschendorf statt. Auch die Länderkämpfe Nummer vier und fünf kamen in diesen Jahren. 1997 der Vier-Länderkampf (D, F, GB, DK) und 2001 erneut.
Die Struktur der Abteilung veränderte sich schon in der ersten Hälfte der 90er. Der Trainingsbetrieb wurde mehr und mehr von ausgebildeten Nachwuchstrainern wie Thomas Springub, Christian Neubert und später Gabriele Janßen und Hans Kruse übernommen. Hans-Josef Springub engagierte sich immer mehr auf der Funktionärs-Ebene und wurde zunächst Bundesjugendfachwart und schließlich Vorsitzender des TK für Trampolinturnen im DTB.
Ute und Thomas beendeten 1997 offiziell ihre Karrieren und erhielten beide die Carl-Schuhmann-Medaille vom DTB-Präsidenten Jürgen Dieckert.
Das neue Jahrhundert
Sportlich war man zum Ende der 90er durch ein Tal gegangen. Umso überraschender war der Gewinn der Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb 2000 von einer völlig neuen Generation. Die Team-Mitglieder Anika Cloppenburg, Simone Hackmann, Bernadett Schmitz und Stefanie Hinrichs sollten noch öfter auf sich aufmerksam machen. 2001 gelang Stefanie Hinrichs der erste DM-Sieg für den TuS nach sechs-jähriger Pause. Schon 2003 gelang erneut der internationale Durchbruch. Nachdem Anika Cloppenburg den Deutschen Meistertitel in der Jugend A am Doppel-Mini-Tramp erturnte qualifizierte sie sich für die WM der Erwachsenen im eigenen Land. In der Stadionsporthalle in Hannover freute sie sich dann sogar über die Bronzemedaille im Team. Mehrfach Deutsche Meisterin wurde Linda Rüther, die außerdem zusammen mit Katarina Rump (Nordhorn) aufs Treppchen bei den International Age Group Competitions ("Jugend-WM") sprang. Auch in den folgenden zwei Jahren schaffte diese Generation noch weitere nationale und internationale Erfolge.
In der Nacht vom 11. auf den 12. September des Jahres 2004 brannte unsere Trainings-/ Wettkampfstätte vollständig ab. Es blieb nichts als Schrott, eine Ausstattung im Werte von über 60T€ dahin. Nach zwei Monaten in Papenburg nahm uns die Gemeinde Rhede sehr freundlich auf und wir trainierten ca. ein Jahr lang dort.
Während der ganzen Zeit war Aschendorf weiterhin Landesstützpunkt. Zudem wurde hier im Jahr 2006 die erste DTB-Turn-Talentschule im Bereich Trampolin eingerichtet (wir waren sicher nicht die Besten, aber die schnellsten).
Ob wir zukünftig an alte nationale und internationale Erfolge anknüpfen können bleibt abzuwarten. Der Prozess der Professionalisierung in unserer Sportart hat sich seit der Einführung als olympische Sportart explosionsartig gesteigert. Bezogen auf (hauptamtliche) Trainerstunden, festinstallierte Halleneinrichtung, Einzugsgebiet, ... sind wir gegenüber vielen Vereinen/ Stützpunkten in Deutschland im Hintertreffen, aber wer weiß, was noch möglich ist ...
(erstellt mit Hilfe von "Mockel" Springub)